Tennisellbogen (Epicondylitis humeri radialis)
Der Tennisellbogen ist keine echte Verletzung, sondern eine Überlastungsreaktion (Entzündung) der streckseitigen Sehnenansätze am Ellbogen.
Ursache
- Längst nicht nur bei Tennis, sondern auch bei anderen Racketsportarten wie Squash, Badminton, Tischtennis und bei Golf
- Fehlerhafte Schlagtechnik und unpassende Sportausrüstung (z. B. Bespannungshärte)
- Ungewohnte, wiederholte Belastungen des Handgelenkes (z. B. Heckenschneiden und Computertastatur)
Merkmale
- Schmerzen im Bereich der Aussenseite des Ellenbogens
- Schwäche im Handgelenk, besonders bei Umwendbewegungen der Hand
und beim Strecken der Langfinger
Sofortbehandlung
- Sportliche Belastung oder Aktivität stoppen.
- Kühlen mit Eis oder SPORTUSAL cool patch und schmerzstillendem Spray.
Therapie
- Falls Schwellung vorhanden, Ruhigstellen im Druckverband.
- Schmerzstillenden und entzündungshemmenden Sportgel oder Sportemgel mehrmals täglich auftragen.
- Auslösende Ursache meiden.
Vorbeugung
- Bei starken Schmerzen: Ellenbogen inklusive Handgelenk mit Tape oder in einer Schiene ruhig stellen.
- Entlastung der Streckmuskeln durch Bandagieren des ellenbogennahen Vorderarmes (sogenannte Epikondylitisbandage).
- Gezielte Kräftigung der Handgelenk- und der Fingermuskulatur.
- Erlernen einer korrekten sportspezifischen Technik.
- Stretching der Unterarmmuskulatur.
Gut zu wissen
- Der Heilungsverlauf eines Tennisellbogens ist häufig sehr hartnäckig.
- In manchen Fällen kann er bei korrekter Behandlung innert weniger Wochen ausheilen.
- Bei zu früher Wiederbelastung kann er aber auch chronisch werden. Deshalb: Grössere Belastungen erst bei Beschwerdefreiheit wieder aufnehmen.
Achtung
Bei Andauern der Beschwerden Arzt aufsuchen (evtl. Physiotherapie).